Main-Radweg – Der achttägige Klassiker von Bamberg bis Aschaffenburg

Die achttägige Radtour von Bamberg bis Aschaffenburg ist der Klassiker des Main-Radweges. Sie beginnt in der Genussregion Oberfranken und führt quer durch das Fränkische Weinland. Die durchschnittlichen Tagesetappen betragen etwa 56 Kilometer und dabei genießt man die schönsten Landschaften des Maintals. Höhepunkte des Main-Radweg-Klassikers sind die Welterbestadt Bamberg und die ehemalige Residenzstadt Würzburg. Zahlreiche sehenswerte Städte und architektonische Kostbarkeiten gilt es bei dieser Tour zu entdecken.

1. Tag        Anreise Bamberg

Die Anreise nach Bamberg erfolgt individuell, entweder mit dem eigenen Fahrzeug oder mit der Bahn. Empfehlenswert ist eine frühzeitige Anreise, damit genügend Zeit bleibt, die sehenswerte Altstadt zu besichtigen. In der zum Weltkulturerbe zählenden Bamberger Altstadt sind die Alte Hofhaltung, das Alte Rathaus mitten auf einer Regnitzbrücke, das Erzbischöfliche Palais oder „Klein Venedig“ nur einige der zahlreichen Highlights. Das Hotel befindet sich etwa fünf Kilometer von der Bamberger Altstadt entfernt in Hallstadt. Gegen einen Aufpreis kann auch im Zentrum von Bamberg übernachtet werden. Allerdings sind auch die Parkgebühren deutlich höher.

2. Tag        Bamberg – Haßfurt (37 km)

Die erste Etappe ist wahres Genussradeln und nur wenige Kilometer außerhalb Bambergs rücken die Höhenzüge vom Steigerwald und der Haßberge näher an den Main heran. Kurz hinter Eltmann bestimmen dann schon die ersten Weinberge das Landschaftsbild und das Fränkische Weinland breitet sich aus. Hier ist die Wallfahrtskirche Maria Limbach ein erstes Ziel. Danach wird entspannt dem Ziel Haßfurt entgegen geradelt und passiert vorher das hübsche Winzerstädtchen Zeil. In den Nachmittagsstunden empfiehlt sich ein Spaziergang durch das historische Haßfurt mit seinen zahlreichen Sehenswürdigkeiten.

3. Tag        Haßfurt – Volkach (56 km)

Während der heutigen Radeltour gelangt man ins Herz des Fränkischen Weinlandes. Ein erster Abstecher führt in den beschaulichen Ort Theres, der für sein ehemaliges Benediktinerkloster bekannt ist und sich für eine erste Rast anbietet. An Schweinfurt vorbei geht es nun in südlicher Richtung den Main entlang, eingerahmt von herrlichen Weinbergen. Kurz vor dem Etappenziel kommt man nach Fahr, der Stadt des Bocksbeutels. Die ovale Form des Bocksbeutels ist das sichtbare Zeichen, das man einen Frankenwein vor sich hat. Volkach, das Zielort für den heutigen Tag, kann mit einer sehenswerten Altstadt aufwarten.

4. Tag        Volkach – Würzburg (65 km)

Flach geht es heute gen Würzburg dahin, das recht schnell erreicht wird. Auf dem Weg in die alte Residenzstadt liegen so wunderschöne Orte wie Kitzingen, Marktbreit oder Ochsenfurt. Der Nachmittag sollte dazu genutzt werden, das sehenswerte Würzburg zu erkunden. Von der alten Mainbrücke bietet sich ein herrlicher Blick auf die Festung Marienberg, die Wallfahrtskirche und die Marienkapelle, die für ihre berühmten, durch Tilman Riemenschneider geschaffenen Steinfiguren bekannt ist. Neben Sehenswürdigkeiten wie dem Alten Rathaus oder Kiliansdom ist die fürstbischöfliche Residenz ein unbedingtes Muss. Sie wurde nach Plänen Balthasar Neumanns errichtet und gilt als schönstes Beispiel des Süddeutschen Barock.

5. Tag        Würzburg – Gemünden / Lohr (50 – 60 km)

Heute wird zunächst in nördlicher Richtung den Main abwärts geradelt und schon nach wenigen Kilometern ist das Städtchen Veitshöchheim erreicht. Hier empfiehlt sich der Blick auf die fürstbischöfliche Sommerresidenz und ein Spaziergang durch den herrlichen Rokokogarten nach französischem Vorbild. Gegen Mittag gelangt man nach Karlstadt, das über ein historisches Stadtbild mit zahlreichen Fachwerkhäusern verfügt. Allmählich hat sich auch das Landschaftsbild gewandelt. Die lieblichen Weinberge des Fränkischen Weinlandes liegen hinter uns und es nähern sich die bewaldeten Höhenzügen des Spessart. Schon bald ist nun das Tagesziel in Gemünden oder zehn Kilometer weiter in Lohr erreicht.

6. Tag        Gemünden / Lohr – Wertheim (46 – 56 km)

Die Wälder des Spessart reichen heute bis an den Main heran und spenden an sonnigen Tagen einen angenehmen Schatten. In Richtung Wertheim werden heute romantische Städtchen passiert. Zunächst erreicht man Rothenfels und die Burg des kleinen Städtchens scheint das Maintal zu bewachen. Nach kurzer Fahrt ist auch schon Marktheidenfeld erreicht, das mit seinem mittelalterlichen Stadtbild für eine Pause wie geschaffen ist. Mit seinen engen Gassen, historischen Türmen und Fachwerkhäusern ist Wertheim ein äußerst reizvolles Etappenziel, das unbedingt erkundet werden sollte.

7. Tag        Wertheim – Aschaffenburg (41 / 77 km)

Die letzte Etappe wird auch die längste werden. In flotter Fahrt wird Richtung Miltenberg geradelt, damit man um die Mittagszeit in diesem wunderschönen Städtchen ist. Prachtvolle Häuser säumen den herrlichen Marktplatz, der ein romantisches Fleckchen für eine Pause ist. Wer seine Main-Radtour so plant, dass donnerstags in Wertheim aufgebrochen wird, dem empfiehlt sich eine Schifffahrt auf dem Main bis Miltenberg. Das Schiff legt um 9.30 Uhr ab und ist 12.30 Uhr in Miltenberg. Nach der Mittagsrast sind noch einige Zeit die Höhen von Odenwald und Spessart Begleiter entlang des Mains, bevor sich das Tal öffnet und schon bald Aschaffenburg erreicht ist. Hier ist die Besichtigung von Schloss Johannisburg noch ein empfehlenswertes Highlight.

8. Tag        Abreise Aschaffenburg

Das Frühstück beschließt diese wunderbare Main-Radtour voller Eindrücke. Mit der Bahn kann von Aschaffenburg aus die Heimreise antreten werden. Wer zum Ausgangshotel in Bamberg muss, kann jeden Samstag und Sonntag den angebotenen Transfer-Service nutzen. Abfahrt ist an beiden Tagen jeweils um 9 Uhr.