Eine Radreise auf dem Main Radweg ist von vielen interessanten Sehenwürdigkeiten geprägt. Vielfältige Naturlandschaften und kulturhistorische Städte werden mit dem Rad erkundet. Die Besichtigung einer quirligen Stadt bietet nach einer ruhigen Fahrt durchs Grüne, eine wilkommene Abwechslung. Einen kleinen Einblick welche schönen Städte am Wegesrand liegen, bekommen Sie hier:
Bayreuth | Lichtenfels | Bamberg | Schweinfurt | Volkach | Kitzingen | Ochsenfurt Würzburg | Gemünden | Wertheim | Miltenberg | Aschaffenburg
Bayreuth – barocke Schönheit
Zwischen dem Fichtelgebirge und der Fränkischen Schweiz liegt Bayreuth. Die größte Stadt der Oberpfalz ist bis heute geprägt durch berühmte Künstler. Eine einmalige Atmosphäre und die zahlreichen barocken Bauwerke faszinieren die Menschen und machen diese Stadt überaus sehenswert. Weltbekannt wurde Bayreuth durch die Wagner-Festspiele.
Eines der schönsten Barocktheater Europas, bei dem die Markgräfin Wilhelmine ihre künstlerische Begabung auslebte, ist das Markgräfliche Opernhaus. Diese imposante Sehenswürdigkeit wurde nominiert für die Aufnahme ins UNESCO-Welterbe. Eremitage, die historische Parkanlage vor den Toren der Stadt, verzaubert die Besucher beim alljährlichen Sommernachtsfest mit wunderbaren Wasserspielen und ihrer Orangerie. Die wohl berühmteste Sehenswürdigkeit ist und bleibt aber das Festspielhaus mit seinen berühmten Bayreuther Festspielen. Der Schlosspark und der Felsengarten sind neben zahlreichen Museen und einer historischen Altstadt noch lange nicht alles, was Bayreuth zu bieten hat.
Der Mainradweg führt entlang an vielen Sehenswürdigkeiten und ist ein perfekter Ausgangspunkt. Ob in Eigenregie oder in einer geführten Radtour, der Main Radweg führt durch eine bezaubernde Region, und macht das Radeln zu einem eindrucksvollen Erlebnis.
Die Korbmacherstadt Lichtenfels
Die oberfränkische Stadt Lichtenfels liegt direkt am Main Radweg. Sie lädt mit ihrem historisch gut erhaltenen Stadtkern zu ausgedehnten Besichtigungstouren ein. Rathaus, Pfarrkirche und herrschaftliche Patrizierhäuser beherrschen das Bild der Altstadt. Auf einem Rundgang durch die alten Gassen können Besucher das aus dem späten Mittelalter stammende Rathaus im Fachwerkstil bewundern. Die katholische Pfarrkirche mit ihrem Turm aus dem 14./15. Jahrhundert und einem Chor aus der Spätgotik zeugen von der langjährigen Geschichte der Stadt. Das Stadtschloss, das heute vor allem für Veranstaltungen genutzt wird, bietet kulinarische Genüsse aus dem Frankenland. Teile der Stadtmauer sind erhalten. Der rote Turm aus dem 14. Jahrhundert und das Kronacher Tor sind lohnenswerte Besichtigungsziele.
Lichtenfels ist bekannt als Korbmacherstadt, das alte Handwerk hat hier Tradition. Einmal im Jahr im September findet der Korbmarkt statt, der in einer Mischung aus Altstadtfest und Spezialmarkt ein ganz besonderes Flair hat. Die Stadt gilt außerdem als Ursprungsort des Lagerbiers. An jedem letzten Sonnabend im Monat findet abends eine Führung durch die unterirdischen Gänge statt, in denen das erste Bier durch Lagerung hergestellt wurde. Angeblich spukt in der Unterwelt sogar ein Geist namens Fräulein Podica.
Die Stadt ist bestens auf die Bedürfnisse von Radfahrern eingerichtet und hält zahlreiche Unterkünfte und Ausflugsmöglichkeiten bereit.
Facettenreiches Bamberg
Die Stadt Bamberg gehört zum UNESCO-Welterbe, dank seiner diversen Denkmäler. Als Tourist wird man von der Stadt und ihrem Facettenreichtum begeistert sein. Es gibt unzählige Sehenswürdigkeiten, die zum bestaunen einladen. Ebenfalls werden viele kulturelle Anlässe, wie Theater oder verschiedene Konzerte angeboten. Bamberg wird oft auch als Einkaufsstadt bezeichnet, hier kann in vielen historischen Läden gestöbert werden. Einzigartig ist die Stadt in der Adventszeit, da verwandelt sich Bamberg zur Krippenstadt.
Viele Gebäude stehen unter Denkmalschutz und erinnern durch die barocke Architektur an das Mittelalter. Unbedingt sehen sollte man den Kaiserdom mit dem weltweit berühmten Bamberger Reiter. Das Brückenrathaus gehört ebenfalls zu der Sightseeing-Tour durch Bamberg. Neben den Häusern laden auch die vielen verwinkelten Gassen zu einem Spaziergang ein.
Wer seinen Urlaub gerne aktiv verbringt, für den bietet sich eine Radreise auf dem Main-Radweg an, die wunderbar mit einer Besichtigung der Stadt Bamberg gestartet werden kann. Es gibt diverse Fahrradwege, überregionale oder auch verschiedene Radrundfahrten, die zu gemütlichen Touren einladen. Auch Mountainbiker sind in Bamberg bestens aufgehoben und finden Wege, bei denen man eine Höhe bis zu 2400 Höhenmeter erklimmen und so die Ausdauer und die Kondition testen kann.
Eine Reise nach Bamberg mit ihren Sehenswürdigkeiten, wie auch der Main-Radweg sind eine Reise wert. Man wird von der Vielfältigkeit der Stadt und deren Umgebung begeistert sein und diese fantastische Gegend wieder einmal besuchen wollen.
Schweinfurt – Industrie und Kunst
Die frühere Reichsstadt Schweinfurt liegt am Maindreieck und ist mit rund 53.500 Einwohnern nach Würzburg und Aschaffenburg die drittgrößte Stadt im Bezirk Unterfranken.
Schweinfurt war und ist bis heute immer noch eine Arbeiterstadt. Junge gutverdienende Familien leben bevorzugt im Speckgürtel rund um die Kleinstadt, wohingegen Arbeiter und Senioren das Leben in der Stadt bevorzugen. In der Stadt befindet sich einer der größten US-Standorten Deutschlands, was dem Gebiet weitere 11.000 US-amerikanische »Einwohner« beschert.
Die Ortschaft wirbt mit dem Motto »Industrie und Kunst«, was besonders die durchaus zahlreichen kulturellen Einrichtungen rechtfertigen.
Schweinfurt besitzt eine Menge an Museen mit bemerkenswerten Sammlungen und Ausstellungen. In der »Kunsthalle« gibt es ständig wechselnde Ausstellungen von klassischer Moderne bis zur Gegenwart. Die bedeutendste Kunstsammlung des 19. Jahrhundert aus dem deutschsprachigen Raum findet man im Georg Schäfer Museum.
Weitere 7 Kunsthäuser und Museen sind in Schweinfurt zu finden, die sich alle mit unterschiedlichen speziellen Themen beschäftigen.
Das Prunkstück und der ganze Stolz der Stadt ist das Theater. 1966 erbaut und mit »der Hochzeit des Figaro eröffnet« genießen die kulturellen Veranstaltungen einen ausgezeichneten Ruf, der bis über die Main-Rhön-Grenze hinaus geht. 2002 wurde das Gebäude renoviert und mit modernster Theatertechnik ausgestattet. Alle zwei Jahre finden hier bekannten Puppenspiele statt.
Mittelalterliches Volkach
Volkach liegt direkt am Main im unterfränkischen Weinanbaugebiet. Die pittoreske Stadt hat ihre Wurzeln im Mittelalter, bereits im Jahre 1258 wird Volkach erstmals urkundlich als Stadt erwähnt. Ihren mittelalterlichen Charme hat sich die kleine Stadt am Main bewahrt. Heute gilt sie als beliebtes touristisches Ziel und Highlight für Radwanderer, die die Gegend über den Main Radweg erkunden.
Zu den Sehenswürdigkeiten Volkachs gehört die geschlossene, malerische Altstadt. Sie zeigt die typische Wohnbebauung des Spätmittelalters. Zwei Stadttore, die auf das 13. Jahrhundert zurückgehen, verstärken den historischen Charme der Stadt am Main Radweg. Volkach hält für Interessierte an historischer Architektur eine ganze Reihe von sehenswerten Objekten bereit, auch Kunstliebhaber kommen hier auf ihre Kosten. So kann etwa die im Jahre 1512 fertig gestellte Kirche St. Bartholomäus besichtigt werden. Neben dem barocken Innenausbau sind auch Stilelemente aus anderen Jahrhunderten erhalten geblieben wie etwa der Taufstein aus der Renaissance. Im Stadtkern stehen viele weitere Gebäude, die architektonisch auf die Vergangenheit verweisen. Dazu zählen beispielsweise das Renaissance-Rathaus sowie ein heute als Hotel genutztes Haus, in dem ab dem 16. Jahrhundert die Schmiede und Färberei untergebracht war.
Auch die Umgebung der Stadt Volkach bietet etliche Sehenswürdigkeiten. Eine davon ist die im 15. Jahrhundert vollendete Wallfahrtskirche Maria im Weingarten, die eines der bedeutendsten Kunstwerke dieser Zeit in ihren Mauern beherbergt, das Holzbildwerk Maria im Rosenkranz von Tilman Riemenschneider. Etwa in drei Kilometern Entfernung von Volkach befindet sich das Kloster Vogelsburg, dessen Gründung auf das Jahr 1282 zurückgeht.
Die Weinhandelsstadt Kitzingen
Wenn man auf dem Main Radweg unterwegs ist kommt man in Unterfranken an der Stadt Kitzingen vorbei, die zu einer kleinen Pause und zur Stadtbesichtigung einlädt. In Kitzingen bieten sich dem sportlichen Urlauber allerhand Sehenswürdigkeiten und Gelegenheiten zur Unterbrechung der Fahrradreise.
Das Wahrzeichen von Kitzingen ist der aus dem 15ten Jahrhundert stammende Falterturm mit seiner schiefen Spitze, der wie auch der Marktturm zur ehemaligen Befestigungsanlage der Stadt gehört. Ebenfalls sehenswert sind der Königsplatz in der Altstadt, auf dem seit 1883 ein Obelisk steht. Zu den wichtigen Gebäuden der Stadt gehört außerdem das Rathaus im Stil der Renaissance. Die alte Synagoge und die evangelische Stadtkirche können ebenfalls besichtigt werden.
Wer von Kultur und Geschichte genug hat und sich eher für ausgefallene Sehenswürdigkeiten interessiert, verbindet seine Radtour entlang dem Main Radweg vielleicht gerne mit dem Besuch des deutschen Fastnachtsmuseums, das sich in Kitzingen befindet. Hier werden interessante und kuriose Ausstellungsstücke rund um das Thema Fastnacht in Deutschland gezeigt. Kitzingen bietet natürlich auch die Möglichkeit, die unterfränkische Küche zu probieren oder in der gemütlichen Altstadt eine Erfrischung zu sich zu nehmen.
Ochsenfurt – auf historischen Brücken über den Main
Ochsenfurt liegt im südlichen Maindreieck und damit auch am Main Radweg. Die Stadt eignet sich damit als Etappe für alle Radfahrer, die auf dem Main Radweg unterwegs sind und sich neben der sportlichen Aktivität auch ein wenig für Kultur und die Umgebung des Mains interessieren.
Ochsenfurt verfügt über eine besonders gut und komplett erhaltene mittelalterliche Altstadt, die neben den Radfahrern auch andere Touristen aus Deutschland und anderen Ländern anzieht. Nicht weniger als elf Kirchen schmücken Ochsenfurt und viele von ihnen stehen unter Denkmalschutz. Sehenswert ist die ehemalige Stadtmauer mit ihren Türmen und Wehranlagen, die man noch heute besichtigen kann und mittels derer man einen guten Eindruck von ihrer ehemaligen Funktion bekommen kann. Im einstigen Gefängnis der Burganlage ist heute eine Jugendherberge eingerichtet, die das Gefühl, sich im Mittelalter zu befinden noch verstärkt. Auch andere Bauwerke wie zum Beispiel der alte Pulverturm werden heute von alltäglichen Institutionen genutzt.
Besonders schöne Fotomotive bieten die verschiedenen Brücken, die in Ochsenfurt über den Main führen. Die schönste und älteste stammt noch aus dem frühen 16ten Jahrhundert und besteht aus 13 massiven Steinbögen. Diese Brücken sieht man auch, wenn man auf dem Radweg am Main einfach nur an Ochsenfurt vorbei radelt. Aber ein Abstecher in die Innenstadt lohnt sich auf jeden Fall. Hier wird man mit einer Menge kultureller Aktivitäten und nicht zuletzt mit der fränkischen Gastfreundschaft und Küche empfangen.
Würzburg – Hauptstadt in Mainfranken
Der Main-Radweg führt den Radreisenden bequem in die Stadt Würzburg. Die Stadt ist reich an Kulturdenkmälern und berühmt für ihren Wein. Über der Stadt thront auf dem rechten Mainhochufer die gewaltige Festung Marienberg, an der nachweislich vom 8. bis zum 18. Jahrhundert gebaut wurde. In ihr hat sich mit der Kleinen Marienkirche von 704 eine der ältesten Kirchen Deutschlands erhalten. In den Räumen der Festung befindet sich das bedeutende mainfränkische Museum mit Hauptwerken von Tilmann Riemenschneider. Unterhalb liegt die älteste Pfarrkirche von Würzburg, die auf den ersten von Bonifatius eingesetzten Bischof St. Burkhard zurückgeht, mit Bauteilen aus dem 11. und 12. Jahrhundert.
Von der, 100 Meter über dem Fluss gelegenen Festung, blickt man über Weinberge und die Alte Mainbrücke (15./18. Jahrhundert) Richtung Osten auf die im 2. Weltkrieg von britischen Bombern schwer zerstörte Altstadt von Würzburg, deren wichtigste Denkmäler aber gerettet werden konnten. Im Zentrum Würzburgs befindet sich der salische Kiliansdom (1040), eine der größten hochmittelalterlichen Kirchen Mitteleuropas. Nördlich davon liegt das barocke Neumünster mit Werken von Riemenschneider, an dem mehrere bedeutende Architekten Anfang des 18. Jahrhunderts gearbeitet haben. Im teilweise erhaltenen romanischen Kreuzgang, dem Lusamgärtchen, liegt Walther von der Vogelweide begraben. Zahlreiche weitere Baudenkmäler von Rang kann man in Würzburg als Reisender auf dem Main-Radweg erkunden.
Die bedeutendste Sehenswürdigkeit ist aber die Würzburger Residenz, die als Hauptwerk des deutschen Rokoko in einer Reihe mit den Residenzen von Schönbrunn und Versailles steht und bereits seit 1981 zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt. Der Hauptarchitekt Balthasar Neumann hat viele Ideen anderer Baumeister genial zusammengefasst und sie von 1719 bis 1744 im Auftrag der Fürstbischöfe Johann Philipp und Friedrich Carl von Schönborn erbaut. Für die Innenausstattung waren der bedeutendste Freskomaler seiner Zeit, Giovanni Battista Tiepolo, und der Bildhauer Antonio Bossi mit ihren Werkstätten gewonnen worden.
Nach so viel hochkarätiger Kunst kann man sich im Juliusspital (gestiftet 1576, Bauten 18. Jahrhundert) oder im Bürgerspital zum Heiligen Geist (gestiftet 1316, Bauten 16. Jahrhundert) bei erstklassigem Franken-Wein erholen. Abschied auf dem Main-Radweg kann man beim einzigartigen technischen Denkmal des Alten Kranen (1772/73 von Balthasar Neumanns Sohn Franz Ignaz Michael am Main erbaut) nehmen mit Blick auf die Festung Marienberg und das Käppele (1748-50), die wunderbare Wallfahrtskirche von Balthasar Neumann.
Gemünden – die fränkische Dreiflüssestadt
Gemünden am Main ist ein staatlich anerkannter Erholungsort und liegt etwa 40 Kilometer von Würzburg entfernt. Die Stadt bietet zahlreiche interessante Sehenswürdigkeiten und eine herrliche Natur. Sie wird auch die “fränkische Dreiflüssestadt” genannt, denn hier münden die Flüsse Saale und Sinn in den Main. Viele Brücken und Stege verbinden die Stadt, sie sind ein malerischer Blickfang für Einheimische und Gäste.
Sehr reizvoll ist die Burgruine Scherenburg aus dem 13. Jahrhundert. Sie thront auf einem Hügel und bietet den Besuchern eine einzigartige Aussicht über die Stadt. Im Sommer finden im Innenhof die bekannten Scherenburgfestspiele statt. Der Hexenturm und das Mühltor gehörten einst zur Stadtbefestigung und sind attraktive Anlaufziele für Gäste.
Ein wahrer Radler-Treffpunkt ist der wunderschöne Marktplatz in Gemünden am Main: Hier laden zahlreiche Cafés und Restaurants zum Verweilen ein, das Rathaus und der idyllische Marktbrunnen bilden eine malerische Kulisse für eine kleine Rast. Ebenfalls sehenswert: die urigen Fachwerkhäuser in der Obertorstraße. Aber auch das grüne Umland bietet ideale Voraussetzungen für ausgedehnte und erlebnisreiche Radtouren.
Spielt das Wetter einmal nicht mit, ist ein Besuch im “Film-Foto-Ton Museum” eine spannende Abwechslung. Es befindet sich im Huttenschloss, dem einzigen Schloss in der Stadt. Hier sind außerdem interessante Ausstellungsräume beherbergt, die Wissenswertes über den Nationalpark Spessart zeigen.
Fränkische Gastfreundlichkeit in Wertheim
Die schöne Stadt Wertheim liegt am Main und sollte bei allen, die sich auf dem Main Radweg unterwegs sind auf dem Programm stehen. Als Abwechslung zur sportlichen Betätigung auf dem schönen und gut ausgebauten Radweg entlang des Mains bietet Wertheim nicht nur Gelegenheit, sich eine Stärkung zu verschaffen, sondern hat auch einiges in Sachen Kultur zu bieten.
Die Stadt Wertheim wirbt damit, dass man hier eine historische Innenstadt und die fränkische Gastfreundlichkeit kennen lernen kann. Und dieser Slogan ist sehr treffend gewählt. In der Innenstadt, die dort liegt, wo die Tauber in den Main mündet, beherbergt eine Reihe von historisch bedeutsamen Fachwerkhäusern. Besonders hervorzuhebende Bauwerke sind die spätgotische Kilianskapelle und der Engelsbrunnen. Das Stadtbild, das man auch vom Radweg aus sehen kann, wird außerdem von der eindrucksvollen Wertheimer Burg und der zum Teil noch erhaltenen Stadtmauer geprägt. Beides eignet sich für eine Besichtigung per Rad oder zu Fuß als kultureller Abstecher vom Main Radweg und von der sportlichen Aktivität.
Antike Sehenswürdigkeiten in Miltenberg
Für sportliche Urlauber, die ihre Freizeit auf dem Main Radweg verbringen und neben der Bewegung an der frischen Luft auch etwas von der Umgebung sehen wollen, ist die Stadt Miltenberg ein besonders schöner Grund, das Fahrrad für ein paar Stunden abzustellen und sich in der Stadt umzusehen.
In der Stadtmitte von Miltenberg stehen um den Marktbrunnen herum gleich mehrere Fachwerkhäuser, die zum Teil noch aus dem 16. Jahrhundert stammen. Unter diesen ehrwürdigen antiken Gebäuden ist auch das älteste Gasthaus Deutschlands, zum “Riesen”, wo einst Adlige und Fürsten gespeist haben. Natürlich bietet Miltenberg auch sonst genügend Möglichkeiten, um in einem Gasthof gemütlich einzukehren und sich für die weiteren Kilometer auf dem Main Radweg zu stärken. Das alte Rathaus von Miltenberg ist sogar noch etwa 200 Jahre älter als die meisten Fachwerkhäuser und erstrahlt heute renoviert in neuem Glanz. Wer gerade auf dem Main Radweg unterwegs ist, der kann die Innenstadt und die antike Stadtmauer sowohl per Fahrrad als auch zu Fuß erkunden. Wer sich noch mehr Zeit für Miltenberg und seine Umgebung nimmt, der kann den jüdischen Friedhof, den prähistorischen Ringwall oder die Miltenburg ansehen. Die Stadt bietet mehr als genug Sehenswürdigkeiten, um einige Stunden und Tage hier zu verbringen.
Aschaffenburg – dass Tor zum Spessart
Mildes Klima und die Nähe zum Spessart haben Aschaffenburg zu Recht die Beinamen „Tor zum Spessart“ und „Bayerisches Nizza“ beschert. Aufgrund der geografischen Lage direkt am Main, den wunderschönen Naherholungsgebieten und dem vielfältigen Kulturangebot stellt Aschaffenburg den idealen Ort für einen erholsamen Urlaub dar.
Die ganze Schönheit der Stadt erschließt sich am Besten bei einer Radfahrt auf dem Main-Radweg. Von Westen her kommend hat man einen fantastischen Blick auf bedeutende Sehenswürdigkeiten der Stadt wie Schloss Johannisburg und Pompejanum. Das im Renaissancestil gebaute Schloss thront erhöht über dem nahen Main und gilt als das Hauptwahrzeichen der Stadt. Von hier geleitet der malerisch am Südhang gelegene Schlossgarten zwischen Weinbergen und Rosenpracht hinüber zum Pompejanum, das, einem antiken Haus in Pompeji nachempfunden, mediterranes Flair verbreitet.
Aber Aschaffenburg bietet noch weitaus mehr: Ein vielfältiges Kulturangebot lässt auch an Regentagen keine Langeweile aufkommen. Diverse Musikveranstaltungen in der Stadthalle locken ebenso wie Stadttheater und Kabarett. Oder einfach ein Besuch in einem der zahlreichen Museen? Das Stiftsmuseum beherbergt eine Sammlung bedeutender Funde aus vorgeschichtlicher, römischer und mittelalterlicher Zeit. Wer es moderner mag, der besucht die Kunsthalle Jesuitenkirche mit wechselnden Ausstellungen.
Gemütliche Aspekte von „Aschebersch“ kann man in einem der zahlreichen Restaurants und Kneipen – von schick bis urig – erleben. Die Auswahl ist groß, bietet Aschaffenburg doch die höchste Kneipendichte Bayerns! Und das in einer nicht ganz kleinen Stadt: Aschaffenburg ist mit rund 70.000 Einwohnern nach Würzburg die zweitgrößte Siedlung Unterfrankens.
Erfährt man jetzt noch, dass lauter einer Umfrage von 2002 hier die „zufriedensten Menschen Deutschlands“ leben, sollte einem Besuch eigentlich nichts mehr im Wege stehen.